Reich an allen Übeln
Arne Perras’ Portrait von den Widersprüchlichkeiten des Sudan und vom Schwebezustand, in dem sich Khartum seit dem Haftantrag gegen Bashir befindet, ist gewohnt scharfsinnig und triff die Problematik im Kern. Süddeutsche Zeitung vom 03.02.2009
Altlasten eines Ehrgeizlings
In Südafrika will der Chef der Regierungspartei ANC neuer Präsident des Landes werden, obwohl im ein Korruptionsverfahren droht. Seine Partei hat sich indessen über unterschiedliche politische Ausrichtungen gespalten. Den Zustand der einstigen Anti-Apardheidsbewegung und die heutigen politischen Abgründe kommentiert der Afrika-Kenner Arne Perras in der
Süddeutschen Zeitung vom 13.01.2009.
Der Statt in der Finanzkrise: "Einzige Zuflucht"
Die Eingriffe des Staates in der aktuellen Finanzkrise kommentiert Holger Appel von der FAZ am 13. Oktober 2008.
KfW - Deutschlands dümmste Bank (Bild-Zeitung)?: "Montag, 8.37 Uhr"
Die KfW, die staatseigene Förderbank des Staates, hat trotz der Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers 350 Millionen Euro an diese überwiesen. Wie so eine Panne passieren konnte, die jetzt die Steuerzahler unnötig belastet, ist unverständlich und sorgt auch in den Zeitungskommentaren für allerlei Spott.
Einen knappen und bissigen hat Holger Appel am 21. September 2008 in der
FAZ verfasst.
Mit Erhard in die Zukunft
Die Soziale Marktwirtschaft hat in Deutschland an Glanz verloren. Sechzig Jahre nach der Währungsreform, die uns die Mark und die Soziale Marktwirtschaft gebracht hat, bestreitet die Mehrheit der Bevölkerung, dass es in Deutschland eine Soziale Marktwirtschaft gibt. Wie konnte das passieren? Hat sich das Land verändert, liegt es an den Rahmenbedingungen, oder haben die Leute heute andere Wertvorstellungen?
Der Kommentar von Holger Steltzner aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20.06.2008 geht auf das verlorene Vertrauen der Deutschen in die soziale Marktwirtschaft ein. Sein Fazit: Die Soziale Marktwirtschaft ist mehr als ein Umverteilungskonzept. Sie ist ein Gesellschaftsentwurf, der von Leistungswettbewerb und der Chance des Aufstiegs lebt.
Gott lacht
In seinem
Kommentar vom Juni 2008 nimmt sich der Chefredakteur des Cicero, Wolfram Weimer, der freien Meinungsäußerung auch gegenüber Fundamentalisten an. "Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt. Religion ist, wenn man trotzdem stirbt. Was aber ist, wenn man lacht, weil man denkt, dass man stirbt? Religion und Humor sind eigentlich uralte Brüder. Zurzeit aber werden sie getrennt gefangen gehalten, in Kerkern religiöser Fundamentalisten und politisch Korrekter. (...)"
Die Heuchler
Warum die Regierung mit ihren Entscheidungen auch Einfluss auf die Steuermoral der Bundesbürger hat. Der Kommentar erschien am 21. Februar 2008 in der Süddeutschen Zeitung.
Mehr Sicherheit bitte, weniger Demagogie
Die politischen Konsequenzen aus der Attacke eines Rentners in der Münchner U-Bahn kommentiert Peter Müller in der Welt am Sonntag am 06.01.2008. Er kommt zu dem Schluss, dass die markigen Aussagen von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bei genauem Hinsehen zwar menschliche Ängste bedienen, aber der Realität nicht standhalten können. Wer mehr Justiz und längere Haftstrafen fordert, kann nicht gleichzeitig in diesem Bereich das Geld kürzen.
Der Mindestlohn ist eine bewusste Volksverdummung
Margret Heckel kommt in ihrem Kommentar für die Welt am Sonntag (06.01.2007) zu dem Schluss, dass der Mindestlohn von DGB und SPD das wahre Problem der Geringverdiener nicht lösen kann: Kinder sind für Alleinverdiener zum Armutsrisiko geworden. Außerdem entlarvt sie in einer einfachen Rechnung die von der Regierung bisher hochgespielten Zahlen, wieviele Vollzeitverdiener nicht von ihrem Lohn leben könnten und Leistungen des Staates in Anspruch nehmen müssen.
Der neue Securitasmus
von Wolfram Weimer, Editorial des politischen Magazins "Cicero", Novemberausgabe 2007
Sicher ist so sicher wie noch nie. Wer heute auf Sicherheit setzt, liegt immer richtig. Sicherheit, so Wolfram Weiner dient immer mehr als Rechtfertigung für die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten; der Zweifel muss der Überregulierung weichen; im Namen des Terrorismus scheint alles erlaubt.
Der Abschuss
Der SZ-Journalist Heribert Prantl enthüllt in seinem Leitartikel in der Süddeutschen Zeitung die Hinterlist, mit der Schäuble und Jung ihren Vorschlag zum Abschuss von entführten Flugzeugen wieder und wieder vorbringen - obwohl das Bundesverfassungsgericht 2006 diesen Weg versperrt hatte. Unrecht kann nicht dadürch bekämpft werden, dass das Recht gebeugt wird und damit selbst zum Unrecht wird.
Die Scheinwelt eines Verteidigungsministers
Die Forderungen des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble und des Bundesverteidigungsministers Franz-Joseph Jung sind rechtlich nicht durchsetzbar.
Kommentar des Rechtsprofessors und Schriftstellers Berhard Schlink, 63, erschienen am 19.09.2007 auf Spiegel Online.
Liebe Globalisierung!
Kommentar von Wolfram Weimer, Chefredakteur von Cicero, zu 18 Jahren Globalisierung, erschienen in der Ausgabe vom September 2007.
Obszönes Internet
Kommentar zur Überwachung von Bundesbürgern durch Google von Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, vom 03.09.2007.
Wir verraten das Private
Kommentar von Wolfram Weimer, Chefredakteur des politischen Magazis "Cicero", erschienen in der August-Ausgabe 2007.
Becks geistige Luftnummer
Kommentar von Dr. Wolfgang Gerhardt, ehemaliger Vorsitzender der FDP, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung - Stiftung für die Freiheit. Der Beitrag erschien am 16.07.2007 in der Tageszeitung "Die Welt".