Suche

Text Resize

-A +A

Inhalt

Marina Schuster bei UN Expert Group Meeting in New York

Marina Schuster bei UN Expert Group Meeting in New York

Marina Schuster und H.E. Simonovic Marina Schuster und H.E. Simonovic Große Ehre für Marina Schuster: Teilnahme bei UN-Treffen in New York

Zwar ist Marina Schuster nicht mehr im Bundestag vertreten, ihr Einsatz für Menschenrechte geht jedoch weiter. Schließlich war sie über acht Jahre Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und vier Jahre Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Menschenrechte. Ihr wurde nun kürzlich die Ehre zu teil, beim Expert Group Meeting der UN-Sonderberichterstatterin H.E. Dr. Dubravka Simonovic zum Thema Gewalt gegen Frauen in der Politik teilzunehmen.
Seit mehreren Jahren ist Marina Schuster für die FDP beim Dachverband der liberalen Parteien weltweit, nämlich bei "Liberal International" aktiv und Mitglied des "Liberal International Human Rights Committees". In dieser Funktion nahm sie an der Sitzung in New York teil. Marina Schuster war nach ihrer Bundestagstätigkeit unter anderem als politische Analystin bei einer Wahlbeobachtung der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) tätig. Die OSZE prüft dabei auch in den Mitgliedsstaaten, ob und wie Frauen im Wahlprozess - sei es als Kandidatin, Wählerin oder Mitglied einer Wahlkommission - teilnehmen können oder ob sie daran gehindert werden.

Marina Schuster machte deutlich, dass das Thema Gewalt gegen Frauen in der Politik nicht tabuisiert werden darf. "Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Kandidatinnen, Politikerinnen und diejenigen, die sich ehrenamtlich politisch engagieren, zunehmend Anfeindungen und Beleidigungen ausgesetzt werden." Natürlich werde in der Politik im Allgemeinen häufig mit harten Bandagen gekämpft, aber dass gerade über Social Media immer mehr ernste Drohungen verbreitet werden, sei sehr bedenklich. So haben beispielsweise Dorothee Bär (CSU), Aydan Özoguz (SPD), Claudia Roth (Grüne) und einige andere Politiker aller Fraktionen schon Morddrohungen erhalten.

Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat bereits am 4. März 1994 in der Resolution 1994/45 beschlossen, einen Sonderberichterstatter über Gewalt gegen Frauen, einschließlich ihrer Ursachen und Folgen, zu ernennen. In der Entschließung hat die Menschenrechtskommission gefordert, "alle Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen aufs Schärfste verurteilen" und angemessene Maßnahmen zu ergreifen um "Gewaltakte gegen Frauen, unabhängig davon, ob diese Handlungen vom Staat, von Privatpersonen oder von bewaffneten Gruppen oder kriegführenden Gruppierungen begangen werden" zu verhindern.
"Frauenrechte dürfen nicht Menschenrechte zweiter Klasse sein", so Schuster weiter.

Das Bild zeigt Frau Dubravka Simonovic (links) und Marina Schuster beim Treffen in New York. (Foto: privat.)

zum Seitenanfang